Der KCID grüßt zum Opferfest 2019

Der KCID grüßt zum Opferfest 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe muslimische Freundinnen und Freunde,

am 11. August christlicher Zeitrechnung beginnen Sie in diesem Jahr (1440/1441 n. H.) die Feier des Opferfests.

Im Opferfest nach Genesis Kap. 22 der Thora bzw. nach Sure 37 des Koran läuft – deutlicher noch als bei anderen Anlässen – die Erinnerung an Abraham/Ibrahim sowohl im Christentum wie im Islam zusammen. Er ist der erste „Hanif“, der erste „Gottesfürchtige“, der die Beziehung zu dem einen Gott über alle anderen Beziehungen des Menschen zu stellen bereit war. Ein Vorbild im Glauben also, der Gottseidank / Al-Hamdulillah nicht bis zum Sohnesopfer gehen musste. Damit wird bis heute ausgedrückt, dass in unseren beiden Religionen die letzte Loyalität Gott allein gilt. Und damit u. a. auch nicht menschlichen Ideologien, Nationen oder Herrschern. Eine wohltuende Bindung jenseits der alltäglichen und weltlichen Bindungen. 

Im Opferfest erinnern sich Muslime aber nicht nur jedes Jahr neu an Abraham. Sie teilen das Opfer der Feier, sei es Fleisch oder eine andere Gottesgabe oder Geld, mit der Familie, den Nachbarn, Verwandten und Freunden – oft auch durch Stiftungen über nationale Grenzen hinweg. Sie laden damit aus der Gottesbeziehung heraus in die Erneuerung der menschlichen Beziehungen ein. Das Opferfest ist ein soziales Fest. Davor können Christen und Andersgläubige nur Respekt haben und davon kann unsere Gesellschaft auf den nötigen Zusammenhalt und auf die gegenseitige Angewiesenheit aufmerksam gemacht werden.                 

„Eid mubarak“, eine gesegnetes Opferfest wünscht daher im Namen des Vorstandes                                                                                                 

Pfarrer Bernd Apel, christl. Beisitzer