KCID-Mitgliederversammlung 2017 in Nürnberg mit Tagung "Christlich-islamischer Dialog vor neuen Herausforderungen"

KCID-Mitgliederversammlung 2017 in Nürnberg mit Tagung "Christlich-islamischer Dialog vor neuen Herausforderungen"

Zu Besuch bei der Brücke-Köprü Nürnberg 1

Die Mitgliederversammlung fand im Zusammenhang mit einer Tagung statt. Dazu hatte uns unsere Mitgliedsorganisation Brücke-Köprü Nürnberg in ihre Stadt eingeladen. Am Freitagabend waren wir bei ihr zu Gast. Pfarrer Dr. Thomas Amberg (vorne rechts) und Doris Dollinger (vorne links) schilderten uns ihre vielfältigen Aktivitäten, die sie als kirchliche Einrichung mit hauptamtlichen Kräften leisten können, siehe Brücke-Köprü im Internet.

Zu Besuch bei der Brücke-Köprü Nürnberg 2

Das anschließende Gespräch drehte sich unter anderem um die Schwierigkeiten bei der Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes, um die Situation der Ditib und um Angebote für Schulklassen. Einmal mit einem Kopftuch durch die Stadt zu gehen, sorgt nicht nur für positive Erfahrungen.
Extra aus München angereist war Aykan Inan (zweiter von rechts), Vorstandsmitglied von OCCURSO, Institut für interreligiöse und interkulturelle Begegnung in Freising, und Dialogbeauftragter der Ditib in Südbayern.

6. Nürnberger Integrationskonferenz

Samstag früh fanden wir uns im Nürnberger Kulturzentrum Südpunkt ein, um an der 6. Nürnberger Integrationskonferenz "Gemeinsamkeiten in der Vielfalt" teilzunehmen. Unter anderen sprach OB Dr. Ulrich Maly sehr engagiert. Das Motto der Konferenz drücke aus, dass man im Umgang mit zugewanderten Menschen von der Vielfalt ausgehen muss und nicht von Gemeinsamkeiten. Er scheute sich nicht, das Abstimmungsverhalten der Deutschtürken bei Erdogans Verfassungsreform zu kommentieren.

Najoua Benzarti im Dialog mit dem Nürnberger OB

Sie geht auf alle Menschen zu, auch auf prominente: unsere stellvertretende muslimische Vorsitzende, Najoua Benzarti, im Gespräch mit dem Nürnberger Oberbürgermeister, Dr. Ulrich Maly

6. Nürnberger Integrationskonferenz, Workshops

In den Arbeitsgruppen konnten wir uns als Nicht-Nürnberger überraschend gut einbringen.

6. Nürnberger Integrationskonferenz, Vortrag Nassehi

Zum Ende der Konferenz rückte Prof. Dr. Armin Nassehi aus München ein paar Begriffe aus soziologischer Sicht zurecht. Sich zu integrieren bedeutet sich in eine Gemeinschaft einzufügen, in der sich alle kennen und jeder seinen festen Platz hat. Das wäre in einer Sozialstruktur möglich, wie es sie herkömmlich in Dörfern und Ghettos gibt, und das ist nicht wünschenswert. Ziel muss dagegen die Inklusion in unsere Gesellschaft sein, in der jeder Mensch vielfältige Kontakte zu anderen Menschen hat, die ihm meist fremd sind, wie es für städtische Gesellschaften typisch ist. Nicht die Eingliederung in eine Volks- oder Wertegemeinschaft ist anzustreben, sondern die Teilhabe an unserer Gesellschaft in möglichst vielen Beziehungen.

Begegnungsstube Medina Nürnberg

Zur Teestunde waren wir zu Besuch in der Begegnungsstube Medina. Wie Mustafa Kocak berichtete, ist es eine unabhängige, von türkischen Einwanderern gegründete Einrichtung, die viel öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erfährt. Als einmal mehrere Polizeimannschaftswagen vorfuhren, erwarteten die Leute auf der Straße eine Razzia und waren enttäuscht, als man sich händeschüttelnd begrüßte.

Begegnungsstube Medina Nürnberg, türkisches Museum

Zur Begegnungsstube Medina gehört ein türkisches Museum. Rechts unten stehen Originalkoffer, mit denen Mitglieder der Medina einst als Gastarbeiter nach Deutschland kamen.

Begegnungsstube Medina Nürnberg, Gebetsraum

Besonders kostbar ausgestattet ist der Gebetsraum.

Im Restaurant Mevlana

Zum Abendessen kehrten wir im Restaurant Mevlana ein und stärkten uns für den letzten, internen Teil des Programms.

Mitgliederversammlung bei der Brücke-Köprü

Die Mitgliederversammlung bei der Brücke-Köprü ging dann ganz entspannt über die Bühne.

Vorstandssitzung im Caritas-Pirckheimer-Haus

Am Sonntagmorgen hielten wir im Caritas-Pirckheimer-Haus, wo wir übernachteten, eine offene Vorstandssitzung ab. Wer dann bis zur Heimfahrt noch Zeit hatte, schaute sich in der malerischen Stadt Nürnberg um.