Bemerkenswertes aus der Enzyklika Laudato si'

Bemerkenswertes aus der Enzyklika Laudato si'

Dr. Wolfgang Rödl, Fachreferent für den interreligiösen Dialog der Diözese Rottenburg-Stuttgart, schreibt in einer Rundmail der Islamisch-Christlichen Konferenz für Süddeutschland (ICK) über die lesenswerte neue Umwelt-Enzyklika:

Liebe Freunde des christlich-islamischen Dialogs,

gerade habe ich mich mit der neuen Enzyklika von Papst Franziskus befasst und festgestellt, dass er unter der Nummer 233 in einer Fußnote (159) den islamischen Mystiker aus dem 9. Jahrhundert Ali Al-Khawas zitiert. Das finde ich in einem päpstlichen Lehrschreiben schon sehr beachtlich:

Ein geistlicher Lehrer, Ali Al-Khawwas, betonte aus eigener Erfahrung ebenfalls die Notwendigkeit, die Geschöpfe der Welt nicht zu sehr von der inneren Gotteserfahrung zu trennen. Er sagte: »Man soll nicht von vornherein diejenigen kritisieren, welche die Verzückung in der Musik oder in der Poesie suchen. Es liegt ein feines Geheimnis in jeder Bewegung und in jedem Laut dieser Welt. Die Eingeweihten gelangen dahin zu erfassen, was der wehende Wind, die sich biegenden Bäume, das rauschende Wasser, die summenden Fliegen, die knarrenden Türen, der Gesang der Vögel, der Klang der Saiten oder der Flöten, der Seufzer der Kranken, das Stöhnen der Betrübten [...] sagen.«