KCID auf dem Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln

KCID auf dem Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln

Auf dem Kirchentag, der vom 6. bis 10. Juni 2007 in Köln stattfand, war der KCID erstmals mit einem Stand und einem Programmbeitrag vertreten. Der Stand auf dem Markt der Möglichkeiten bot Informationen über den KCID und die Mitgliedsvereinigungen. Besucher konnten ihre Kenntnisse von Bibel und Koran testen.

Sehr viele nutzten die Gelegenheit, zu aktuellen Fragen ihre Stimme mit einem farbigen Luftballon abzugeben, etwa: wenn in Ihrer Nachbarschaft eine Moschee gebaut werden soll – was tun Sie? Oder: Soll eine evangelische Kirchengemeinde eine muslimische Erzieherin einstellen?

Ein thematischer Schwerpunkt des Kirchentags war der interreligiöse Dialog. Nicht weit vom KCID-Stand war in einer Messehalle das Zentrum „Christen und Muslime“, wo die islamkritische Handreichung der EKD „Klarheit und gute Nachbarschaft“ mehrfach heftige Debatten auslöste. Am Samstag verabschiedeten die Besucher des Zentrums eine Resolution, die von der EKD einen „Dialog auf Augenhöhe“ mit den Muslimen verlangt. Auch am KCID-Stand wurden dafür Unterschriften gesammelt.

Auf einer vom KCID organisierten Veranstaltung zum Thema „Als Christ in Istanbul, als Muslim in Deutschland“ berichtete Holger Nollmann über seine Arbeit als evangelischer Pfarrer in Istanbul. Der muslimische Vorsitzende des KCID, Murat Aslanoglu, sprach von seinen Erfahrungen in Deutschland.

Die Veranstaltung wurde von Heinrich Georg Rothe moderiert. Sie war sehr gut besucht. Nach kurzen Vorträgen der beiden Referenten, in denen sie von den Schwierigkeiten und Entwicklungen in den christlich-islamischen Beziehungen in den beiden Ländern berichteten, blieb Platz für Fragen des Publikums.

Durch Gespräche und die Weitergabe an Informationsmaterial konnten viele Menschen erreicht werden. Am Ende konnte das KCID-Team zwar sehr müde, aber zufrieden auf die Tage auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln zurückblicken.

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